Testplanung linkes Seeufer

Projektstudie

Kurzbeschrieb Bauaufgabe

Die Stadt hat sich – ausgelöst durch die Volksinitiative «Lebendiges Inseli statt Blechlawine» vom September 2017 (Annahme der Initiative durch die Luzerner Bevölkerung) und durch die Motion 435 vom September 2008 «Linkes Seeufer: Von der Schmuddelecke zur Uferpromenade» – zum Ziel gesetzt, das Seeufer in seiner Gesamtheit zu betrachten. Die verschiedenen Teilräume sollen in ihrer Nutzung, ihrer Gestaltung und ihrem Zusammenspiel analysiert, aufeinander abgestimmt und durch attraktive Verbindungen mit dem angrenzenden Quartier, dem Bahnhof und den übrigen Teilen der Stadt vernetzt werden. Entsprechend sollen nebst dem Freiraum auch die Siedlungsentwicklung, die Mobilität und die Ökologie entlang des Seeufers sowie im Kontext des Quartiers Tribschen und der Gesamtstadt mitgedacht werden.

Mit der Testplanung soll der erste Schritt zu einem gesamtheitlichen und langfristigen Entwicklungskonzept für das linke Seeufer gemacht werden, welches stufenweise umgesetzt werden kann. Hierfür gilt es Vorschläge zu erarbeiten, die sowohl gestalterisch als auch funktional die Qualitäten des linken Seeufers und dem damit verbundenen Quartier deutlich verbessern. Dabei gilt es im Rahmen des Verfahrens Lösungsansätze auszutesten, die

- die Funktion des linken Seeufers im gesamtstädtischen Kontext ausloten, insbesondere mit Blick auf das rechte Seeufer und der Bedeutung und Identität für das angrenzende Quartier.

- die heutigen und zukünftigen Bedürfnisse der Bewohnenden, Arbeitenden, Lernenden und Erholungssuchenden in entsprechenden Freiraumqualitäten lokalisieren.

- das Zusammenspiel und die Vernetzung der Freiräume entlang des Seeufers mit dem dahinterliegenden Quartier und der Gesamtstadt mit attraktiven Verbindungen und Übergängen ermöglichen.

- die verschiedenen Ansprüche an den Raum seitens der Freiraum- und Landschaftsqualität, der Siedlungsentwicklung, dem Nutzungsangebot, der Mobilität, der Ökologie und des Stadtklimas zu einem aufwärtskompatiblen Bild zusammenfügen.

- Zwischenzustände mit eigenständigen Qualitäten im Sinne einer robusten Planung meistern und damit einen ca. 15 Jahre andauernden Entwicklungsprozess begleiten.

- den langfristigen Betrieb und das Nutzungsmanagement des linken Seeufers – im Sinne einer prozessorientierten Alltagsnutzung und Kommunikation mit den Nutzenden, eines geeigneten Nutzungskonfliktmanagements und einem gemeinsamen Bespielen der Räume – durch die städtische Verwaltung sicherstellt.

Die verschiedenen Ziele sollen über Lösungsansätze verfolgt werden, welche die Freiraumqualitäten und die an diese gerichteten Bedürfnisse in den Mittelpunkt stellen. Daher werden für diese anspruchsvolle Aufgabe Freiraumplanerinnen bzw. Landschaftsarchitekten beauftragt, die sich je nach Beurteilung der Aufgabenstellung und Bedarf mit weiteren Fachpersonen anderer Disziplinen ergänzen.



Eckdaten

Ort
Luzern
Kanton
Luzern
Auftraggeber (Auslober)
Stadt Luzern | Baudirektion | Dienstabteilung Stadtplanung
Verfahrensbegleitendes Büro
KEEAS AG
Baukategorie nach SIA102
Freizeit, Sport und Erholung, Verkehrsanlagen, Weitere
Art der Aufgabe
Neubau, Übrige
Beschaffungsform (nach SIA)
Projektstudie
Sprache des Verfahrens
Deutsch
Anonymes Verfahren
Nein
Art des Verfahrens
Selektives Verfahren
Stufen
Zweistufig
Fachgebiet Federführung
Landschaftsarchitektur
Weitere Fachgebiete
Städtebau, Verkehrsplanung, Soziologie
Weitere optionale Fachgebiete
Landschaftsarchitektur, Ökologie
Regionale Einschränkung
Land
Quelle Ausschreibungstext
simap.ch

Termine

29.06.19
Datum Publikation
02.08.19
Anmeldung
02.07.20
Abgabe der Wettbewerbsbeiträge

Jurymitglieder

Fachleute
Marie-Noëlle Adolph, Dipl. Ing. Landschaftsarchitektin FH SIA, Manoa Landschaftsarchitekten GmbH (Vorsitz)
Markus Schaefer, MScie, MArch, SIA/Reg. A, Hosoya Schaefer Architects AG (Mitglied mit Stimmberechtigung)
Oskar Merlo, Dipl. Bauingenieur ETH/SVI/Reg A, TEAMverkehr.zug AG (Mitglied mit Stimmberechtigung)
Cordula Weber, Landschaftsarchitektin FH BSLA, StadtLandschaft GmbH (Mitglied mit Stimmberechtigung)
Barbara Emmenegger, Soziologin (Mitglied mit Stimmberechtigung)
Sachverständige
Dominik Frei, Stadtplanung (SPL) (Mitglied mit Stimmberechtigung)
Mario Lütolf, Stadtraum und Veranstaltungen (STAV) (Mitglied mit Stimmberechtigung)
Milena Scherer, Mobilität (TBA) (Mitglied mit Stimmberechtigung)
Gregor Schmid, Umweltschutz (UWS) (Mitglied mit Stimmberechtigung)
Sibylle Stolz, Quartier und Integration (QUIN) (Mitglied mit Stimmberechtigung)
Pascal Stolz, Stadtplanung (SPL) (Mitglied mit Stimmberechtigung)
Sarah Grossenbacher, Stadtplanung (SPL) (Mitglied mit Stimmberechtigung)
Nicola Fuso, Vertretung Interessengemeinschaft der Unternehmungen im Tribschen (Mitglied mit Stimmberechtigung)
Cüneyd Inan, Kanton LU - Raum und Wirtschaft (Mitglied mit Stimmberechtigung)