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Veröffentlicht Projektstudie

Kostengünstige Wiederinbetriebnahme ungenutzter unterirdischer Infrastrukturen

22.07.2026

Publikation Vorankündigung

03.09.2026

Datum Publikation

15.09.2026

6. Innovationstag “Create the Future!”

25.09.2026

Einreichung von Fragen bis

13.10.2026

Einreichung des Projektbeitrags bis

Beschreibung

Innovationsbedürfnis "Kostengünstige Wiederinbetriebnahme ungenutzter unterirdischer Infrastrukturen"

Im Rahmen des Studienauftrags soll geprüft werden, wie bestehende unterirdische, aktuell nicht gebrauchsbereite Anlagen mit einfachen, modularen und übertragbaren Mitteln für logistische Nutzungen in ausserordentlichen Lagen wiederbefähigt werden können. Gesucht wird keine vollständige Sanierung und keine Beschaffung eines fertigen Lager-, Werkstatt- oder Produktionssystems.

Gesucht wird ein Ansatz, der zeigt, wie logistische Module in eine bestehende Anlage eingebracht, angeschlossen, betrieben und bei Bedarf wieder entfernt, ersetzt, umgenutzt oder durch andere Module ausgetauscht werden können. Die Lösung soll typische logistische Bedürfnisse mit vertretbarem Aufwand abdecken und eine erste Nutzbarkeit ermöglichen, die später ausgebaut werden kann.

Es wurden für den Studienauftrag drei priorisierte militärisch-logistische Referenz-Use-Cases identifiziert:

  • Geschützte Lagerung unterschiedlicher Materialklassen, zum Beispiel Verbrauchsmaterial, Ersatzteile, technische Systeme, klassifiziertes Material, empfindliche Güter wie Arzneimittel oder elektronische Geräte, Gefahrgut oder Munition.
  • Geschützte Werkstattfähigkeit, zum Beispiel für Fahrzeuge, Geräte oder technische Systeme.
  • Geschützte Produktion, Montage oder Weiterverarbeitung kritischer Güter oder Komponenten.

Ziel des Studienauftrags ist die Entwicklung eines pragmatischen, modularen und wiederverwendbaren Vorgehens zur Wiederbefähigung unterirdischer Anlagen für dezentrale logistische Nutzungen.

Es soll gezeigt werden, wie bestehende unterirdische Anlagen möglichst preiswert mit möglichst einfachen, robusten und zweckmässigen Massnahmen so vorbereitet werden können, dass unterschiedliche logistische Module eingebracht, angeschlossen und betrieben werden können. Gesucht sind Vorgehen und Techniken, die mit geringem Ressourcenaufwand bestehende Anlagen zur Nutzung für Lagerung, Werkstätten oder Produktion ertüchtigen. Dabei sollen pragmatische Lösungen angestrebt und neue Technologien geprüft werden. Zu tragende Risiken bei allen nicht erfüllten gesetzlichen und normativen Vorgaben sind aufzuzeigen. Betroffen dabei sind insbesondere der elektrische Bereich (ESTI und NIN), Brandschutz, Arbeitssicherheit und Klima.

Entscheidend ist ein Ansatz, der im militärischen Alltag funktioniert: einfach, zweckmässig, robust, modular, mit vertretbarem Aufwand umsetzbar beziehungsweise nachrüstbar und durch Personal betreibbar, das nicht über längere Spezialausbildungen verfügt.

Eckdaten

Auslober*in

Bundesamt für Rüstung armasuisse

Bauherrschaft

Gruppe Verteidigung

Baukategorien

Militär- und Schutzanlagen

Art der Aufgabe

Sanierung, Umbau, Übrige

Beschaffungsform

Projektstudie

Sprache

Deutsch

Art des Verfahrens

offenes Verfahren

Fachgebiet Federführung

Bauingenieurwesen

Weitere Fachgebiete

Baukostenplanung, Brandschutz, Sicherheitsplanung, Elektro, Projektmanagement, Generalplanung, Gebäudetechnik, Logistikplanung, Weitere

Quelle des Ausschreibungstextes

simap.ch

Jurymitglieder

Sachverständige

Daniel Aeschbach

Gruppe Verteidigung, Logistikbasis der Armee LBA, Logistikbrigade 1 (Mitglied mit Stimmberechtigung)

René Käppeli

Bundesamt für Rüstung armasuisse, armasuisse Immobilien, Umwelt, Sicherheit, Normen und Technik (Mitglied mit Stimmberechtigung)

Jaques Rüdin

Brigadier aD (Mitglied mit Stimmberechtigung)

Damian Zingg

Schweizerische Gesellschaft für historische Bergbauforschung (Mitglied mit Stimmberechtigung)

Expertin/Experte

Stefanie Edner

Bundesamt für Rüstung armasuisse, Ressourcen und Support, CC WTO (Expertin/Experte mit beratender Stimme)