Allgemeiner Erweiterungsbedarf
Auf dem Schulareal Hagendorn wird eine Erweiterung der Schule geplant, welche den zukünftigen Raumbedarf für die geplante Doppelturnhalle und die Modulare Tagesschule sowie weitere Nutzungen für das Vereinsleben umfasst. Es wird ein ortsbaulich, architektonisch und freiräumlich hochstehender und betrieblich über-
zeugender Projektvorschlag erwartet, der die pädagogi-
schen und funktionalen Anforderungen der Schule
bestmöglich umsetzt.
Unabhängiger Schulbetrieb
Der Schulbetrieb muss während der Bauzeit ohne Unterbruch gewährleistet sein. Im Rahmen des Wettbewerbs war aufzuzeigen, wie dies möglich ist. Provisorien waren grundsätzlich nicht erwünscht. Ist ein Projekt nicht ohne Provisorien realisierbar, war deren Mehrwert für die langfristige Entwicklung aufzuzeigen und ins Verhältnis zu den Kosten zu setzen.
Umgang mit dem Gebäudebestand
Die heutige Turnhalle mit Bühne und Spiegelsaal befindet sich im Erdgeschoss des ältesten Teils des Trakts 2 (Baujahr 1967). Der Singsaal (Aula) ist direkt darüber im 1. Obergeschoss desselben Gebäudeteiles angeordnet. Diese Räume sind für die entsprechenden Nutzungen zu klein und erfüllen die heutigen Anforderungen nicht
mehr. Daher sollen sie zukünftig in einer Erweiterung untergebracht werden. Der dadurch freiwerdende Gebäudeteil konnte umgenutzt oder zurückgebaut werden. Eine Umnutzung der Turnhalle würde seitens
Auftraggeberin begrüsst. Sie stand jedoch sowohl einem Erhalt als auch einem Rückbau offen gegenüber. Auch ein Teilerhalt war zulässig. Es war Aufgabe der Teilnehmenden, die Möglichkeiten gegeneinander abzuwägen. Die Erweiterung des Trakts 2 von 2010 sowie auch der Trakt 1 und 3 waren unverändert zu belassen. Der Zugang zum Schulareal soll künftig einen repräsentativen Charakter aufweisen. Das eingeschossige Nebengebäude als Auftakt der Schulanlage erfüllt diese Funktion heute nicht. Es war daher vorstellbar, den eingeschossigen Bau zurückzubauen. Einzelne der darin enthaltenen Nutzungen, wie u.a. die öffentliche WC-Anlage und der Aussengeräteraum, mussten jedoch künftig wieder in geeigneter Form und Lage in das Schulareal integriert werden.
Städtebauliche Einordnung
Bei der Anordnung und Gestaltung des Erweiterungsbaus und des Aussenraumes ist auf die bestehende heterogene Gebäudestruktur der Schulanlage mitsamt der angrenzenden Wohnbebauung Rücksicht zu nehmen. Eine gute Einordnung des Erweiterungsbaus in das Gelände und die ortsbauliche Situation ist an dieser Lage besonders wichtig. Dabei galt es aufzuzeigen, wie mit dem grossen Volumen der Doppelturnhalle in diesem Umfeld umgegangen wird.
Aussenraum
Eine Herausforderung besteht darin, den Neubau über den Aussenraum an die bestehende Schulanlage anzubinden respektive die verschiedenen Gebäude durch den Aussenraum zu einer gesamten Schulanlage zusammenzubringen. Als wichtiger Freiraum für die Schule war dieser sorgfältig und integral zusammen mit der baulichen Erweiterung zu entwickeln. Er war so zu gestalten, dass die verbleibenden Aussenräume den Verlust an Fläche durch den Erweiterungsbau mindestens qualitativ kompensieren können. Der Aussenraum rund um die gesamte Schulanlage dient als Zugangsfläche zu den Gebäuden, als Pausenplatz sowie auch für die Anlieferung und Notzufahrt. Dieser Multifunktionalität war bei der Gestaltung des Aussenraumes entsprechend Rechnung zu tragen.
Kindergerechte und naturnahe Gestaltung
Bei der Ausgestaltung des Aussenraumes wird auf eine kindergerechte und naturnahe Gestaltung und Bepflanzung Wert gelegt. Dabei war auch die verkehrliche Situation einzubeziehen. Erwartet wurde, dass die Lorzenweidstrasse nicht als Strasse in Erscheinung tritt, sondern lediglich der Pausenplatz für Anlieferung und Entsorgung überfahren werden kann. Weiter musste die Zufahrt zur Tiefgarage der angrenzenden Wohnhäuser der Lorzenweidstrasse 86/88 nach wie vor einwandfrei befahren werden können. Der Schulwegsicherheit war
besondere Beachtung zu schenken, insbesondere war auch die Thematik der «Eltern-Taxi» mit zu berücksichtigen