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Hochwasserschutz Studnerbach - Kiesfang Obergatter bis Giessen

Offerte

Kurzbeschrieb Bauaufgabe

Das Vorprojekt sieht im Wesentlichen die folgenden Massnahmen vor:

‒ Unterhalb des Siedlungsgebiets wird die Sohle von heute knapp zwei auf im Mittel acht bis neun Meter aufgeweitet. Die Böschungen werden beidseitig abgeflacht, das Gerinne mit einer Natursohle mit pendelnder Niederwasserrinne ausgebildet und strukturiert. Um eine Beschattung des Gewässers zu erreichen, ist zudem auf der Südseite eine Bestockung angedacht. Aufgrund der Gerinneverbreiterung müssen drei Brücken ersetzt werden.

‒ Innerhalb des Siedlungsgebiets wird die notwendige Kapazitätserhöhung durch eine Kombination von Sohlenabsenkung um bis zu einem Meter und Aufweitung auf eine Sohlenbreite von bis zu sieben Metern erreicht. Aufgrund der Platzverhältnisse muss einseitig eine hinterbetonierte Bruchsteinmauer realisiert werden, während auf der Gegenseite jeweils eine Böschung vorgesehen ist. Im Bereich der Grundwasserschutzzone des Trinkwasserpumpwerks Studnerbach ist vorgesehen, die Sohle des Bachs abzudichten. Zudem ist der Ersatz von zwei Brücken notwendig.

‒ Die Kapazität des Auslaufbauwerks des Kiesfangs Studen wird durch eine Erhöhung der Flügel sowie die Schüttung eines Dammes vergrössert.

‒ Oberhalb des Siedlungsgebiets wird die gepflästerte Schussrinne mit einer Länge von rund 260 Metern zurückgebaut und durch ein mit rau verlegten Bruchsteinen gesichertes Gerinne mit beidseitigen Böschungen ersetzt. Das natürliche Gerinne zwischen dem Kiesfang Belen und der Schussrinne soll möglichst erhalten werden. Um Ausuferungen zu verhindern soll ein rechtsufriger Damm geschüttet werden. Insgesamt sind auf diesem Abschnitt vier Brücken zu ersetzen.

‒ Für den Kiesfang Belen wird die Möglichkeit in Erwägung gezogen, diesen teilweise geschiebedurchgängig zu gestalten, um die fortschreitende Sohlenerosion im unterhalb liegenden Gerinne einzudämmen.

Die Kostenschätzung für das vorliegende Projekt beläuft sich auf insgesamt Fr. 19.1 Mio.,
wobei rund Fr. 3.5 Mio. davon für Brückenbauten und Fr. 1.8 Mio. für Werkleitungsanpassungen
veranschlagt sind.

Das Ziel der nächsten Projektierungsschritte ist die Detaillierung des vorliegenden Vorprojekts zu einem Bau- und Auflageprojekt. Dabei sind die im Rahmen der Vorprüfung geäusserten Hinweise der kantonalen und eidgenössischen Fachstellen adäquat zu berücksichtigen.

Zusätzlich zur Ausarbeitung des Wasserbauprojekts inkl. Brückenbauwerken, hydraulischen Betrachtungen, ökologischen Belangen, etc. ist im Angebot insbesondere die Ausarbeitung eines Unterhalts- und Pflegekonzepts zu berücksichtigen. Ebenfalls sind die Aufwendungen für die Festlegung des Gewässerraums im Rahmen eines Sondernutzungsplans in das Angebot zu integrieren.



Eckdaten

Ort
Grabs
Kanton
St. Gallen
Auftraggeber (Auslober)
Politische Gemeinde Grabs
Baukategorie nach SIA102
Verkehrsanlagen, Schutzbauwerke
Art der Aufgabe
Erweiterung, Neubau, Umbau
Beschaffungsform (nach SIA)
Offerte
Sprache des Verfahrens
Deutsch
Anonymes Verfahren
Ja
Art des Verfahrens
Offenes Verfahren
Fachgebiet Federführung
Bauingenieurwesen
Weitere Fachgebiete
Ökologie, Wasserbau
Regionale Einschränkung
GATT-WTO
Quelle Ausschreibungstext
simap.ch

Termine

29.06.20
Datum Publikation
08.08.20
Abgabe der Offerte