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Gefahrenbeurteilung und Risikoanalyse betreffend Naturgefahren auf Nationalstrassen – Los 49, St. Gallen - Herisau - Appenzell und Grüneck - Meggenhus

Offerte

Kurzbeschrieb Bauaufgabe

Phase 1: Gefahrenbeurteilung

Ausgangslage sind die Gefahrenprozesse, die durch die Gefahrenhinweiskarten ausgewiesen sind. Insbesondere ist zu prüfen, ob andere Gefahrenprozesse im Perimeter relevant sind.
Das weitere Vorgehen ist dann mit dem Auftraggeber zu klären. Die untenstehenden Arbeiten sind in der Methodik (Kapitel 2 und 3) detailliert beschrieben:

 Initialisierung/ Projektleitung/ Vorbereitungsarbeiten

 Erfassen und Auswerten der historischen Ereignisse, die Nationalstrassen tangieren (Ereigniskataster).

 Erfassen und beurteilen (gemäss Beschreibung PLANAT Protect: Grobbeurteilung) der bestehenden
Massnahmen (Schutzbauten und Schutzwald), die dem Schutz der Nationalstrassen vor Naturgefahren dienen (Schutzbautenkataster und Schutzwaldkarte für die Nationalstrassen).

 Erkennen, dokumentieren und beurteilen der resultierenden Gefahren für die Nationalstrassen und für die in der Methodik genannten Prozesse.

 Erstellen von Intensitätskarten pro Liefergebiet und Wiederkehrperiode für die in der Methodik genannten Prozesse (Kap. 3.1).

 Dokumentation der Resultate aus Phase 1, kurzer Technischer Bericht plus Faktenblätter pro Prozessquelle (siehe Beispiele Datenblätter Lawinen / Sturz und Darstellung Intensitätskarten Naturgefahren). Es ist pro Teilstrecke (49a/49b) je ein separates Dossier zu erstellen.

 Die Erfahrungen aus den bisherigen Losen haben gezeigt, dass jeweils kleinere Perimeteranpassungen und -erweiterungen durch die einzelnen ARGEs vorzunehmen sind. Diese Arbeiten wer-den nun pauschal, als optionale Zusatzleistungen ins Angebot aufgenommen.

Phase 2: Risikoanalyse

Für die Berechnung der Risiken aus den Intensitätskarten und den Schadenpotenzialdaten wird ein Internetbasiertes Berechnungstool (www.roadrisk.admin.ch) vom Auftraggeber zur Verfügung gestellt. Dieses Tool verschneidet die Fahrbahn der Nationalstrasse mit den erstellten Intensitätsflächen (ES-RI-Format Shapefile) und berechnet anschliessend die Risiken automatisch. Die untenstehenden Arbeiten sind in der Methodik (Kapitel 4. 5 und 6) detailliert beschrieben:

 Expositionsanalyse, Folge- und Konsequenzenanalyse (wird in RoadRisk gemacht)

 Risikoermittlung und -darstellung (pro Prozessquelle, Szenario und Schadensbild, wird teilweise in RoadRisk und teilweise in GIS gemacht)

 Ausscheidung der Risikostellen mit prioritärem Planungsbedarf

 Kartographische Darstellung, Attributierung und Strukturierung der Risikostellen mit prioritärem Planungsbedarf

 Quantifizierung und Einstufung des daraus entstehenden Risikos für Strassenbenutzer und -betreiber

 Dokumentation der Resultate aus Phase 2, kurzer Technischer Bericht plus Risikokarten



Eckdaten

Ort
St. Gallen
Kanton
St. Gallen
Auftraggeber (Auslober)
Bundesamt für Strassen ASTRA
Baukategorie nach SIA102
Verkehrsanlagen
Art der Aufgabe
Übrige
Beschaffungsform (nach SIA)
Offerte
Sprache des Verfahrens
Deutsch
Anonymes Verfahren
Ja
Art des Verfahrens
Offenes Verfahren
Fachgebiet Federführung
Geologie / Geotechnik / Geophysik
Regionale Einschränkung
GATT-WTO
Quelle Ausschreibungstext
simap.ch

Termine

23.06.20
Datum Publikation
21.08.20
Abgabe der Offerte